Wien

Unser letzter „Ruhetag“ war aufgrund der Weitläufigkeit der Stadt auch der lauf-intensivste und somit auch bei den aktuell recht hohen Temperaturen teilweise ein wenig schweißtreibend.  Wir haben wieder die Besichtingung zu Fuß kombiniert mit Fahrten mit einem Hop-on Hop-off-Bus. Höhepunkte waren neben dem Innenstadtbereich mit dem Stephansdom und der Hofburg die Schlösser Belvedere und Schönbrunn, eine kurze Einkehr zur Sachertorte im Hotel Sacher sowie der Besuch des Praters mit der obligatorischen Riesenradfahrt. Für einen groben Überblick hat es gereicht, aber es ist fast en wenig schade, dass wir morgen schon wieder weiter müssen.

Hier noch der letzte der versprochenen Texte zur Technik, und zwar ein paar kurze Worte zu unseren Fahrrädern. Wie jeder weiß, der die Beiträge gelesen hat, waren die Radwege – vor allem in Polen und der Slowakei nicht immer perfekt (um es mal grandios euphemistisch zu formulieren). Mit einem reinen Rennrad (sehr leicht und ideal um schnell weite Distanzen zurückzulegen) hat man da keine Chance.

Das andere Extrem sind deutlich schwerere Mountainbikes, wie wir sie oft auch bei den Einheimischen gesehen haben. Hier wiegt das Rad deutlich mehr, zudem werden dickere Reifen verwendet (bei typischerweise geringerem Druck), was zu einem größerem Gewicht und auch zu einem höheren Rollwiderstand führen kann. Zudem haben solche Räder zumeist eine Federgabel, was gut und gerne nochmal zwei Kilogramm Gewicht (oder mehr) ausmacht und beim Fahren auf zumeist asphaltierten Strecken nahezu komplett unnötig ist.

Daher sind wir auf Rädern unterwegs, die das Beste aus allen Welten verbinden: leicht (etwa 14.5 kg) dank Rahmen aus Aluminium und Verzicht auf Federgabel (für wirklich lange Tourn in exotische Länder sollte man sich aber überlegen, auf den Gewichtvorteil durch Aluminium zu verzichten, da es im Falle eines Rahmenbruchs schwierig werden könnte, jemanden zu finden, der Aluminium schweißen kann). Die Räder sind straßenverkehrstauglich (Beleuchtung, wir haben sie bisher aber glücklicherweise nie benötigt, und Schutzbleche) und haben Gepäckträger ( nötig, um die Packtaschen zu befestigen).

Für straßenverkehrstaugliche Rennräder gibt es den Gattungsbegriff „Randonneur“ – die Firma Stevens verkauft auch ein sehr gutes Trekkingrad mit diesem Namen. Wir würden auch unsere Räder so bezeichnen (wenn mal die Packtaschen weg sind, wie auf der Fahrt vom Hotel zum Konzentrationslager-Museum in Oświęcim,merkt man erst, wie extrem sportlich sich diese Räder fahren lassen), auch wenn es etwas komisch ist, dass die Firma Gudereit ihre 2016-Modelle der SX-Serie mit deutlich breiteren Reifen versieht, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war).

Den Gewichtsvorteil schenken wir wieder ein bisschen dadurch her, dass wir auf (pannensicheren) Schwalbe Marathon plus-Reifen unterwegs sind und seit einer (durch einen extrem unglücklichen Defekt an einem Reifen ausgelösten) Pannenserie während den Trainingsfahrten im Frühsommer als Austauschschläuche die etwas schwereren Hermetic plus von Continental verwenden. Sicher ist es auch eine Glückssache, aber bis jetzt sind wir trotz vieler Rumpelabschnitte pannenfrei – hoffentlich bleibt das die letzten 500 km auch so…

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