Melk – Linz

Wir verlassen Melk über die Hubbrücke über das Flüsschen Melk.  Am Donauufer kommen wir zunächst vorbei am Melker Schiffsanleger, wo eine größere Anzahl Kreuzfahrtschiffe für die Nacht vor Anker liegt. Über die nächsten paar Kilometer geht der  Radweg zunächst so weiter wie gestern. Auch haben wir wieder guten Rückenwind. Bei Pöchlarn queren wir dann die Donau und fahren nun auf dem Nordufer weiter.Das Tal wird hier wieder schmaler und der Radweg ist manchmal, um überhaupt Platz zu haben, als Stahlausleger seitlich an der befestigten Straße befestigt oder verläuft auch mal ein wenig hügelig durch die Dörfer.

Hinter Isperdorf überqueren wir die Grenze nach Oberösterreich. Hier weist ein großes Schild darauf hin, dass sich die Nummer des Donauradwegs ändert. Statt auf dem Radweg Nummer 6 sind wir nun auf dem R1 unterwegs. – Uns soll’s recht sein… Wenig später verläuft der Radweg dann für ein längeres Stück direkt auf der Bundesstraße bzw. deren Seitenstreifen. Hier macht das Fahren keinen wirklichen Spaß, da die ganze Zeit schwere LKW an uns vorbeidonnern. Erst hinter Grein gibt es dann wieder einen separaten Radweg.

Auf diesem geht es wieder in gewohnter Weise am Donauufer entlang. Nur einmal verlässt der Weg das Ufer und führt quer durch die Maisfelder. Bei der Schleuse Wallsee treffen wir wieder auf den Fluss und können beobachten, wie ein großer Frachtkahn die Schleuse befährt. Der nun folgende Abschnitt lädt durch seinen schön glatten Asphalt und recht geraden Verlauf zu Experimenten ein, wie schnell wir das Rad (mit ganz leichtem Rückenwind) aus eigener Kraft bekommen. Die wenig später passierte Ortschaft Albern lädt dagegen zu albernen Wortspielen…

Hinter Mauthausen verlässt der Radweg erneut das Donauufer und führt ins hügeligere „Landesinnere“. Hier befanden sich zu Zeiten des dritten Reiches mehrere Konzentrationslager: Mauthausen sowie Gusen I und Gusen II. Wir machen eine längere Pause, um uns die Gedenkstätte Gusen anzuschauen. Von den beiden Lagern ist nicht viel erhalten. Das Gelände wurde nach dem Krieg privatisiert und ist inzwischen mit Einfamilienhäusern überbaut. Nur das Krematorium ist erhalten geblieben, da es von einer Gruppe ehemaliger Häftlinge erworben, zu einer Gedenkstätte umgebaut und später dem Staat geschenkt wurde. Im Gebäude nebenan befindet sich eine kleine Ausstellung. Diese lässt vor allem Dokumente für sich sprechen. – Ein sehr bedrückender Ort.

Kurz hinter Gusen treffen wir wieder auf das Donauufer und fahren an diesem entlang die letzten paar Kilometer bis Linz. Das erste, was wir von der Stadt zu sehen bekommen, sind mal wieder mächtige Industrieanlagen. Wir überqueren wieder die Donau und fahren erst noch ein längeres Stück an Raffinerien und Chemiefabriken vorbei. Dann geht es durch Wohnviertel und schließlich am Dom vorbei in die Altstadt. Hier beziehen wir unser Hotel, machen uns frisch, und begeben uns dann noch auf einen Stadtspaziergang.

Tageskilometer: 107.06, Gesamtstrecke: 1888 km

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